Smart Grinder: Knochenaufbau aus extrahierten Zähnen

KometaBio Protokoll

„Knochenaufbau aus extrahierten Zähnen, geht das?“, „Schmierst du das ‚infizierte‘ Zeug in die Alveole?“ oder „Kann das funktionieren?“ sind Fragen, die ich seit ich über den Smart Dentin Grinder der Firma KometaBio (im Vertrieb von Campions Implants) spreche, sehr häufig zu Ohren bekomme. Der nachfolgen Artikel soll Ihnen einen Einblick in das Verfahren bieten und die oben genannten Fragen beantworten.

Einen ausführlichen Fallbericht inklusive wissenschaftlicher Dokumentation finden Sie in der 01/2017 Ausgabe des PiP Magazins.

Smart Grinder Protokoll von KometaBio

Extraktion, manuelle Reinigung, Partikulierung, chemische Aufarbeitung

Der Smart Dentin Grinder ist ein Elektromotor mit einer integrierten Vibrationsfunktion. Analog zu einer Kaffeemühle wird der Elektromotor mit einer Kammer bestückt, bei der es sich um ein Einmalprodukt handelt. Diese Kammer wiederum hat eine Hauptkammer, in welcher die inserierten Zähne zerkleinert werden. Nach Aktivierung der Vibrationsfunktion fallen die zerkleinerten Partikel durch ein erstes Sieb in eine Auffangkammer. Zu große Partikel, und damit für einen Knochenaufbau ungeeignete Bruchstücke, verlassen die erste Kammer nicht. Somit sind nur Partikel einer definierten Maximalgröße von 250-1200 Mikrometer in der Auffangkammer. Diese Korngröße scheint bei Verwendung mineralisierter Dentinpartikel für die Knochenneubildung sehr gut geeignet zu sein. Unterhalb der Auffangkammer befindet sich ein weiteres Kompartiment, welches durch ein sehr feines Sieb mit der Auffangkammer verbunden ist. Durch Vibration werden somit zu kleine Partikel ausgesiebt.


Zähne sollten grundsätzlich minimalinvasiv und mit Respekt zur vestibulären Lamelle entfernt werden. Sollten sich nach EKR noch Bestandteile vom Zahn in der Krone befinden, so sollten auch diese dem weiteren Verarbeitungsprozess zugeführt werden.

 Tipp:

Sollten Sie bei der Extraktion Knochenbruchstücke heben, so können Sie diese ebenfalls im Smart Grinder zusammen mit dem extrahierten Zahn zerkleinern.


Vor der Bearbeitung im Smart Grinder sind die Zähne gründlich mechanisch zu reinigen. Sämtliche Fremdkörper, wie Füllungen, Zemente oder Konkremente sind zu entfernen. Als besonders wichtig hat sich die anschließende Trocknung der extrahierten Zähne mit Luft erwiesen, da ansonsten die Partikulierung im Smart Grinder nachhaltig negativ beeinflusst wird.

Tipp:

Während der Reinigung den Zahn kurz mit Luft zu trockenen zeigt einem die noch nicht adäquat gereinigten Stellen an.


Die Zerkleinerung erfolgt nach dem Prinzip einer Kaffeemühle. Innerhalb von nur 3 Sekunden wird der Zahn partikuliert. Anschließend erfolgt eine Sortierung durch Vibration von 20 Sekunden. Sollten sich nach der Vibrationsphase noch große Bruchstücke in der Hauptkammer des Smart Grinders befinden, kann der Prozess beliebig oft wiederholt werden, bis alle Stücke zerkleinert sind und die Hauptkammer leer ist.

Tipp:

Ein leichtes Klopfen nach der Vibrationsphase seitlich an der Kammer kann noch letzte Partikel lösen.


Die chemische Reinigung gliedert sich in zwei Abschnitte und zieht sich über einen Zeitraum von 13 Minuten. Die im Dappenglas gesammelten Partikel werden für 10 Minuten mit einer Lösung aus Natriumhydroxid und 20% Alkohol behandelt. Hierbei sollte auf eine vollständige Abdeckung der Partikel geachtet werden. Nach 10 Minuten wird die Reinigungsflüssigkeit in einem sterilen Tupfer gesammelt und das Dappenglas mit einer phosphatgepufferten Kochsalzlösung erneut gefüllt. Die Einwirkzeit beträgt 3 Minuten. Nach erneuter Trocknung der Partikel mit einem sterilen Tupfer ist das Material sofort nutzbar.


Smart Grinder Protokoll

Ausschnitt: Partikulierung und chemische Reinigung

Smart Grinder

Fallbericht einer Ridge Preservation mit A-PRF

Smart Grinder OP bei Champions Implants

OP: PD Dr Armin Nedjat, KometaBio Protokoll: Dr Waldmeyer

Ridge Preservation durch Knochenersatz aus extrahierten Zähnen

KometaBio Protokoll von Dr Waldmeyer

Der vorliegende Case Report zeigt das Vorgehen bei einer Ridge Preservation in Kombination mit A-PRF (Advanced-Platelet Rich Fibrin). Einen ausführlichen Fallbericht inklusive wissenschaftlicher Dokumentation finden Sie zu diesem Fall in der kommenden 01/2017 Ausgabe des PiP Magazins.

Unabhängig von der parallel durchgeführten Implantation stellt sich die Kombination aus A-PRF und Knochenersatz aus extrahierten Zähnen als stets sinnvolle Ergänzung dar. Die ergänzende Abdeckung der Extraktionsalveolen bei einer Extraktion mit einer PRF Membran oder mittels PRF Plug führt zu einer Fixierung der Partikel und stabilisiert somit den OP Situs.

Kammer

360 Grad-Ansicht des Verbrauchsmaterials

Reiniger

360 Grad-Ansicht der chemischen Komponenten

Verpackung

360 Grad-Ansicht der Reiniger