Eigenbluttherapie

„Das beste Ersatzmaterial bringt der Patient selber mit“ – ist bei meinen Vorträgen vor Kollegen immer einer der ersten Sätze, um unser Praxiskonzept und unsere Philosophie zu beschreiben. Wann immer möglich und sinnvoll, versuchen wir auf Fremdmaterial gänzlich zu verzichten.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „Eigenbluttherapie“?

Betrachtet man die Zusammensetzung des Blutes, so sind die Thrombozyten im Rahmen der Wundheilung von besonderer Bedeutung. Diese Bestandteile des Blutes verschließen jedoch nicht nur Wunden, sondern sind auch gleichzeitig Träger einer Vielzahl von Botenstoffen, welche die Wundheilung positiv beeinflussen können.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass große wissenschaftliche Anstrengungen betrieben wurden, diese Stoffe aus dem Blut zu isolieren.

In der Zahnmedizin haben sich in Europa in den letzten Jahren hierfür zwei Verfahren etabliert, die wir je nach klinischem Nutzen in unserer Behandlung anwenden.

Was ist der Nutzen von der Eigenbluttherapie?

Durch das gezielte Einbringen körpereigener Stoffe für die Wundheilung an die Stellen, an der sie benötigt werden, kommt es zur Verbesserung der Wundheilung. Es treten geringere Schwellungen auf, der Heilungsverlauf ist beschleunigt und durch den Verzicht auf Fremdmaterial kommt es viel seltener zu Entzündungen des OP-Gebietes. Besonders interessant ist, dass durch die gezielte Bearbeitung eine Art patienteneigener Gewebekleber erzeugt werden kann, der Knochenersatz bindet und stabilisiert. Dadurch kann oft auf die zusätzliche Stabilisierung mit körperfremden Membranen verzichtet werden.

Eigenbluttherapie